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Kleine Mühle (Dreiermühle)

Setz drei Steine und zieh sie dann zu einer Reihe.

2 SpielerLeicht zu lernen

So spielt man Kleine Mühle

Die Kleine Mühle (Three Men's Morris) ist ein sehr altes Spiel für zwei. Spielbretter dafür wurden in Stein geritzt im alten Ägypten, in Griechenland und in Rom gefunden, und sie ist die kleine Schwester der Mühle. Sie sieht aus wie Tic-Tac-Toe, aber deine Steine können ziehen. Deshalb endet das Spiel nicht, wenn das Brett voll ist.

Das Brett hat neun Punkte: vier Ecken, vier Seitenpunkte und die Mitte. Linien verbinden sie waagerecht, senkrecht und entlang der beiden langen Diagonalen. Jeder Spieler hat drei Steine. Weiß beginnt, dann ist Schwarz dran.

Ziel

Bring als Erster deine drei Steine in eine gerade Linie entlang einer der gezeichneten Linien: eine Reihe, eine Spalte oder eine Diagonale durch die Mitte.

Zug für Zug

  1. Setzen. Abwechselnd setzt jeder einen Stein auf einen freien Punkt, bis beide alle drei gesetzt haben. Hier tippst oder klickst du dazu auf einen Punkt.
  2. Die Mittelregel. Der allererste Stein der Partie darf nicht in die Mitte. Ohne diese alte Regel kann der erste Spieler immer einen Sieg erzwingen.
  3. Ziehen. Stehen alle sechs Steine auf dem Brett, ziehst du in jedem Zug einen deiner Steine entlang einer Linie zum nächsten Punkt, wenn dieser frei ist. Tippe einen Stein an, um ihn aufzunehmen, dann das Ziel. Steine springen nie und werden nie geschlagen.
  4. Die Steine, die du ziehen kannst, und die Punkte, die du erreichst, sind auf dem Brett markiert. Der letzte Zug ist umrandet.

Spielende

Du gewinnst, sobald deine drei Steine in einer Linie stehen – auch schon beim Setzen. Du gewinnst auch, wenn dein Gegner in seinem Zug keinen Stein bewegen kann. Unentschieden ist es, wenn dieselbe Stellung dreimal vorkommt oder nach 60 Zügen in der Zugphase ohne Sieger.

Gegen den Computer

Leicht spielt locker drauflos. Mittel verpasst nie einen Sieg in einem Zug, patzt aber trotzdem. Schwer kennt jede Stellung dieses Spiels und spielt perfekt. Mit der Mittelregel endet perfektes Spiel auf beiden Seiten unentschieden – ein Remis gegen Schwer ist also ein gutes Ergebnis.

Strategie-Tipps

  • Die Mitte ist der Schlüsselpunkt. Sie liegt auf vier Linien und grenzt an jeden anderen Punkt. Ist die Mitte nach dem ersten Zug frei, überleg gut, ob du sie nimmst.
  • Eröffne in einer Ecke. Der erste Stein darf nicht in die Mitte. Eine Ecke ist die sichere Wahl; eine Eröffnung auf einem Seitenpunkt lässt einen perfekten Gegner gewinnen.
  • Blocke schon beim Setzen. Hat dein Gegner zwei Steine auf einer Linie und der dritte Punkt ist frei, setz sofort einen Stein dorthin. Viele Partien werden in den ersten sechs Zügen entschieden.
  • Zähl Züge, nicht nur Steine. In der Zugphase ist ein festsitzender Stein nutzlos. Halte deine Steine beweglich und versuche, deinen Gegner einzusperren.
  • Schau, welchen Punkt du frei machst. Bevor du einen Stein ziehst, prüfe, welchen Punkt du verlässt. Vielleicht ist es genau der Punkt, den dein Gegner braucht.

Kleine Mühle (Dreiermühle): Häufige Fragen

Ist die Kleine Mühle nur Tic-Tac-Toe?

Nein. Jeder hat nur drei Steine, und wenn sie gesetzt sind, ziehst du sie entlang der Linien. Darum geht das Spiel weiter, statt mit einem vollen Brett zu enden, und Blocken ist viel wichtiger.

Warum darf der erste Stein nicht in die Mitte?

Die Mitte liegt auf vier Linien. Unsere Analyse aller Stellungen zeigt: Wer als Erster dort beginnt, kann immer einen Sieg erzwingen. Wird dieser Zug verboten, wie in vielen alten Regeln, ist das Spiel fair.

Kann man den Computer auf Schwer schlagen?

Kaum. Schwer spielt perfekte Züge, darum ist ein Unentschieden meist das beste Ergebnis. Leicht und Mittel machen Fehler, die du nutzen kannst.

Werden die Diagonalen benutzt?

Ja. Dieses Brett hat beide langen Diagonalen. Drei in einer Linie durch die Mitte zählen als Sieg, und Steine dürfen entlang einer Diagonale zum nächsten Punkt ziehen.

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